Emil ist Sport – Verabschiedung an der Ahr

Mit 81 Jahres , da ist nun leider Schluss!

Mit diesen drei Worten kann man das Leben von Emil Reyermann umschreiben, der 35 Jahre als Trainer und Übungsleiter die Jedermanngruppe im Fischelner Turnverein geführt und als treuer Freund begleitet hat. Er hat am 10. Juni 2017 mit fast 81 Jahren seine Funktion seinem Nachfolger, Wolfram Reichenbecher, anvertraut, den sich die Jedermanngruppe selbst ausgesucht hatten. Wolfram hatte sich, um diese Gruppe leiten zu können, entschlossen, den Übungsleiterschein zu machen. Einen Menschen wie Emil lässt man aber nicht so einfach abtreten. Die Jedermanngruppe hatte sich ein besonderes Abschiedsgeschenk ausgedacht. Von Ingo Paar organisiert verbrachten 26 Teilnehmer der Gruppe aus großer Dankbarkeit für Emils Arbeit mit ihm ein wunderschönes harmonisches Wochenende an der Ahr.

Hoch über den Wäldern an der Ahr

Kultur und körperliche Betätigung kamen nicht zu kurz. Noch am Nachmittag des ersten Tages besuchte man die Therme in Bad Neuenahr. Ein eindrucksvoller Aufenthalt in der römischen Villa in Ahrweiler mit einer hervorragenden Führung folgte am Samstag. Und dann ging es auf eine anspruchsvolle etwa fünfstündige Wanderung über den Rotweinwanderweg mit einem Picknick in luftiger Höhe zu einem Aussichts­punkt, von dem man einen großartigen Rundblick über das Ahrtal hatte. Das Festessen zu Ehren von Emil am Abend des zweiten Tages bot dann Gele­genheit, in Reden und mit Geschenken sich bei ihm besonders zu bedanken. Dabei wurde vor allen Dingen sein soziales Engagement im FTV gewürdigt. Immerhin war Emil zwanzig Jahre lang als ehrenamtlicher Trainer eines Jugendleichtathletikteams im FTV tätig, das er selbst aufgebaut hatte und das sich mit seinen vorzüglichen Leistungen im Leichtathletikverband Nordrhein sehen lassen konnte. Sein achtjähriger Einsatz als Sportbeauftragter des immerhin über tausend Mitglieder umfassenden Vereins verdiente eine be­sondere Anerkennung durch den Vorstand, der durch den stellvertretenden Vorsitzenden Rainer Godry vertreten war.

Sport und Kultur passten schon immer zusammen!

Die einhellige Meinung der Jedermänner war: Emil war ein großzügiger, erfahrener Übungsleiter mit viel Humor und der notwendigen Portion Gelas­senheit. Aber wenn es notwendig war, konnte er mit einer gewissen, der Si­tuation angepassten Strenge auch durchgreifen mit den Worten: „Ihr könnt ja ganz gut laufen, wenn Ihr nur wollt. Aber wie oft habe ich Euch gesagt, Ihr sollt die Füße gerade aufsetzen und beim Gehen die Füße über die ganze Sohle abrollen.“ S.v.A.