Jedermänner am Niederrhein unterwegs

Die traditionelle alljährliche Radtour der Gruppe der Jedermänner führte diesmal 13 Sportler an dem Wochenende 10. bis 12. Juni 2016 über Wesel und Rees zu dem wunderschön am Rhein auf einer Warft gelegenen Insel­gasthof in Grietherort. Trotz der in diesem Juni vorherrschenden sehr regenreichen Zeit hatten die trainierten Radler das besondere Glück, drei  sonnenreiche trockene Tage zu erleben, so dass am nächsten Tag die weiter­füh­rende Tour über Emmerich, Wissel, Grieth und Rees zurück nach Grietherort zu einer sommerlichen Erholungsreise wurde. Einen kurzen Stopp in Wissel nutzten die Radler, um die Pfarrkirche St. Clemens, eines der bedeutendsten romani­schen Bauwerke des 12. Jahrhunderts am unte­ren Niederrhein, zu besichtigen. Zwar kündigte der Wetterbericht für den letzten Tag Regen und Gewitter an. Das hielt aber die Rad­ler nicht davon ab, über Ma­rienbaum und Kalkar weiter nach Kleve zu fahren. Der Besuch der Stadt­pfarrkirche St. Nicolai in Kalkar war ein besonderes Erlebnis. Diese wunderschöne gotische Kirche besticht durch ihre sieben Schnitzaltäre. Ursprünglich waren es wohl fünfzehn Schnitzaltäre, von denen aber nach den napoleonischen Kriegen u.a. auch acht Altäre verkauft wurden, um mit dem Erlös die kriegsbedingten Schäden zu beseitigen.

Das Weiterradeln zum Bahnhof nach Kleve gestaltete sich dann aber doch als eine Wettfahrt gegen das Wetter, das von Süden mit einer grauschwarzen Wand aufzog. Die Gruppe erreichte den Zug nach Krefeld zwanzig Minuten, bevor dann ein heftiges Gewitter mit sintflutartigen Wassermassen über Kleve hereinbrach.

Ekkehard Engels, dem großer Dank gebührt, hatte die Tour detailliert vorbereitet. Dies hatte auch dazu geführt, dass die Stimmung unter den Radlern ausnehmend gut war. Ein Teilnehmer erbot sich, im nächsten Jahr anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Gruppe der „Jedermänner“ eine vergleichbare dreitägige Tour zu organisieren.